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Ich habe "Tartüff" im Open-Air-Kino auf der Burg in Esslingen angeschaut, ohne zu wissen, was mich erwartet. Bekommen habe ich dann einen Schwarzweiß-Stummfilm von 1926. Dazu gab es fantastische Livemusik und eine gute Atmosphäre in den alten Gemäuern der Burg.
Zum Film: Der Film bringt erstaunlich freies, aufgeklärtes Gedankengut zum Zuschauer. Er zeigt die Gefahr, die darin liegt, wenn jemand von einem religiösen Wahn so befallen ist, dass er die Welt um sich herum nicht mehr klar wahrnehmen kann und will.
In diesem Fall ist es ein wohlhabender Ehemann, der seine Liebe und sein Vermögen aufgibt, um einem als Prophet auftretenden Gauner (dem Herrn Tartüff) zu folgen. Erst als die Ehefrau beweisen kann, dass Tartüff sie anbaggert, gelingt es ihr schließlich, ihrem Mann die Augen zu öffnen und den Gauner zu vertreiben.
Der Hauptfilm ist übrigens eingebunden in eine kleine Rahmenhandlung, in deren Verlauf die Hauptdarsteller im Kino den Tartüff-Film sehen. :-)
| 04. 08. 2002
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